Der Weg zur GaOP – Teil 1 – Beratungsgespräche

Hallo meine Lieben,

Ich denke, es wird Zeit das nächste große Ziel in Angriff zu nehmen. Meine GaOP, kurz für Geschlechtsangleichende Operation. Das letzte Kapitel ist ja so gut wie beendet – die Vä/Pä, Vornamensänderung und Personenstandsänderung. Am 7.2. wird es ja offiziell werden.

Zu diesem Zweck hatte ich im November letzten Jahres 3 Beratungstermine vereinbart. Alle in München, alle im Januar. Das heißt, dieser Monat war etwas stressig. Zum Glück konnte ich es arrangieren das die Termine 1 und 2 an 2 aufeinanderfolgenden Tagen waren. Das ersparte mir eine Fahrt. Halle – München sind etwa 430 km. Für Termin 3 muss ich aber noch mal separat los.

Glücklicherweise hatte ich vor einigen Monaten eine ganz liebe Freundin über Facebook kennengelernt. Susanne/Susi wohnt in Dachau und stammt ursprünglich auch aus Marienberg, Sachsen. So konnte sie mir eine günstige Pension zum Übernachten empfehlen. Aber eins nach dem anderen. Auf zum großen Ziel – GaOP.

Termin 1 – Beckenboden Zentrum München Bogenhausen – 12:30

Der erste Termin war am Donnerstag den 18.1.2018 im Beckenboden Zentrum in München, Richard-Strauß-Straße 101. Ich hatte mir hier einen Termin organisiert da eine Freundin vor einigen Monaten sich hier hat operieren lassen und sehr zufrieden ist. Eine weitere Freundin aus Halle hatte vor einer weile dort einen Beratungstermin und war sehr angetan. Also versuche ich es mal.

Anreise

Um rechtzeitig in München anzukommen, muss ich sehr früh los. Somit fahre ich bereits kurz vor 6:00 hier in Halle ab, um auf alle Fälle pünktlich da zu sein. Dummerweise wurde für die Strecke Schneefall angesagt. Und auch das Sturmtief Frederike kündigte sich schon an. Und wie es so ist, komme ich tatsächlich in eines der schlimmsten Schneetreiben, was ich als Autofahrerin je erlebt habe.

Unterwegs muss ich auch mal eine Pause machen. Irgendwie scheint meine Blase geschrumpft zu sein. Das hatte auch was Gutes. Als ich mich verpeilt nach der Damentoilette umsah, zeige eine Mitarbeiterin, ohne Fragen zu müssen, den richtigen Weg. Ich denke, das mit dem Pasing bekomme ich schon ganz gut hin. Gut gelaunt ging es dann weiter. Das Wetter wurde auch wieder besser. Da ich das erste Mal in München war, war ich sehr froh das mein Navi den Weg wusste. Und auch nicht schimpfte als ich mich doch mal verfahren hatte.

An der Klinik und kleine Überraschung

Am Ziel angekommen ging die Suche nach einem Parkplatz los. Die Klinik liegt an einer Hauptstraße. In einer Seitenstraße 5 min zu Fuß entfernt konnte ich mein Auto aber sicher abstellen. Das Beratungsgespräch hat in der Richard-Strauß-Straße stattgefunden. In der Straße gegenüber, der Denninger Straße 44 selber werden die Operationen gemacht. Da ich noch viel Zeit zu meinem Termin habe, es ist erst kurz nach 11:00, mache ich dort einen Abstecher dort hin. Warum? Am darauffolgenden Sonntag, 21.1.2018, wird meine Freundin Christin dort ankommen. Für ihre OP am Montag. Ich hatte für sie ein kleines Geschenk vorbereitet. Ein kleines Plüsch Einhorn und Halloren Kugeln. Das habe ich dort am Empfang abgegeben mit der ausdrücklichen Bitte, es ihr am Sonntag ins Zimmer zu bringen. Die Mitarbeiterin gab mir Ihr Versprechen und fand es auch eine sehr schöne Geste.

Das Beratungsgespräch

Zurück zu meinem Termin. Nach kurzen Suchen habe ich den Eingang und die Anmeldung gefunden. Man schickte mich in die 2. Etage. Dort erhielt ich den Obligatorischen Anmelde.- und Anamnesebogen für die gesundheitliche Vorgeschichte. Das ist bei mir richtig langweilig. Außer einem leichten Eisenmangel und einer leichten Schilddrüsenunterfunktion bin ich gesund. Aber das wird nie abgefragt. Und man möchte eine Urinprobe. Keine Ahnung warum, die OP wird nicht innerhalb der nächsten 3 Monate sein. Leider. Nachdem das erledigt ist, heißt es warten.

Nach gefühlten 30 Minuten warten werde ich zum Gespräch mit Dr. Klemenz geführt. Er schien etwa mein Alter zu haben. Er erklärte mir anhand einiger Powerpoint Slides, wie die OP stattfinden wird. Meine Freundin Patricia, die ja auch schon hier war, bezeichnete die Bilder als sehr hart. Diesen Eindruck hatte ich nicht. Dr. Klemenz nahm sich auch die Zeit, meine Detailfragen zu beantworten. Man merkte, dass er das nicht zum ersten Mal macht. Zwischendurch machte er sich auch Notizen zu Dingen, die wir besprochen hatten oder gefragt wurden. Aber die nicht im Anamnesebogen gefragt wurden.

Dachau

Danach ging es nach Dachau in die Pension. Von außen wirkte die eher wie eine Kneipe. Nach dem Einchecken ging ich auf mein Zimmer, um meine Sachen aus zu packen. Es ist nicht das Ritz, aber es ist sauber und ausreichend geräumig. Für eine Nacht wird es auf alle Fälle reichen. Auf Anraten meiner Freundin Susi bin ich nicht mit dem Auto in die City gefahren, sondern habe mein Auto an der Pension abgestellt. Von dort plante, ich mit der S-Bahn rein zu fahren. Allerdings hatte die Fahrt mich doch mehr geschlaucht, als ich dachte. Und Ausläufer von Frederike konnte man in München/Dachau spüren. Mein Kopf auf alle Fälle. Also sagte ich die Sightseeingtour in München ab. Dafür werde ich später noch Gelegenheit haben. Eventuell wird mir Michelle mal München zeigen.

Um den Kopf etwas freizubekommen, ging ich also in Dachau spazieren. Ursprünglich wollte ich mich ja mit Susi treffen. Allerdings hatte sie genau für diese Woche eine Betriebsversammlung, sodass sie nicht in der Stadt sein wird. Zu Sylvester hatte bei ihr vor dem Haus ein Baum gebrannt, der von der Feuerwehr gelöscht werden musste. Ich wusste in etwa, wo das war und begab mich also auf die Suche. Ich plante von mir mit dem Baum im Hintergrund, ein Foto zu machen und Ihr zu schicken.

Meine Freundin

Wie ich da so in der Dämmerung laufe und mich der Stelle nähere, wo der Baum sein müsste, kommt mir jemand mit 2 Hunden entgegen. Susi hat 2 Hunde. Ich denke noch so, das wird sie doch wohl nicht sein? Ich verdränge den Gedanken, weil das ja ein absurd seltener Zufall wäre. Zumal sie ja eigentlich nicht da ist. Als wir uns nähern, kommt mir die Gestalt immer bekannter vor. Dabei sei erwähnt, dass wir uns vorher nie persönlich getroffen hatten. Nur geschrieben, telefoniert und hin und wieder über Skype mit Video. Die Hunde begrüßen mich gleich ganz aufgeregt. Und wie wir dann so voreinander stehen, erkennen wir uns doch tatsächlich. Wer hätte das gedacht?

Wir beenden noch zusammen die Gassirunde. Dann geht es zu Ihr. Wie sie mir erklärt haben sie und ihr Kollege die Fahrt wegen des Sturmes abgesagt. Bei ihr setzen wir uns in die Küche und unterhalten uns etwas. Was halt 2 Frauen so bequatschen. Und das, obwohl ich mit Ihr die längsten Telefonate in meinem Leben geführt habe. 2-3 Stunden ist nicht selten. Daher kenne ich sie relativ gut. Wenn man bedenkt, dass wir uns noch nicht mal ein halbes Jahr kennen. Auch die Hunde scheinen mich zu mögen. Etwas schüchtern gibt sie zu, dass ich die Erste trans* Person bin, die sie getroffen hat. Und etwas Angst hatte. Ich hoffe, diese Angst konnte ich Ihr im Namen aller trans* Personen nehmen. Da der Tag für mich doch sehr lang und anstrengend war, musste ich nach etwa 2 Stunden wieder gehen. Ich wollte auch noch was essen, außer ihre Kekse. Das war der erste Tag.

Termin 2 – Dr. Liedl, München Planegg – 12:00

Irgendwann muss ich ja auch aus meiner Pension auschecken. Natürlich habe ich mir Zeit gelassen. Der Termin ist ja erst 12:00 in München Planegg, etwa 35 Minuten mit dem Auto. Nach den Strapazen am Vortag habe ich beschlossen meinen Zeitplan für den 3. Termin zu ändern. Ursprünglich wollte ich Früh nach München fahren, zum Beratungsgespräch, danach meine Freundin in Bogenhausen besuchen und danach wieder zurück nach Halle. Allerdings merkte ich, dass ich das nicht durchstehe, fast 900 km am Tag zu fahren. Also buchte ich eine weitere Übernachtung vom Sonntag, den 28.1 zum 29.1. Susi war, begeistert von der Idee. Denn so haben wir etwas mehr Zeit und sie will mich richtig bekochen. Wie es sich für eine Chefköchin gehört.

München Planegg ist ein Außenbezirk von München und damit mit viel Wald ausgestattet. Mir gefällt es hier. Auch wenn ich es mir hier nie leisten werden kann. Nachdem ich mein Auto in einer Seitenstraße geparkt hatte, begab ich mich zur Klinik und zum Empfang. Am Montag war meine Freundin Jasmin aus Zwickau schon hier. Bei Ihr hieß es noch, Dr. Liedl würde nicht mehr operieren. Diese Angst konnte mir aber die Mitarbeiterin am Empfang nehmen. Es folgte wieder der Anamnese Bogen, aber keine Urinprobe.

Ich schaute mich etwas unter den anderen Kunden der Klinik um. Man erkennt seinesgleichen. Ob das gut ist oder schlecht weis ich noch nicht. Unter anderem vielen mir 2 hübsch gekleidete Damen in einem benachbarten Wartezimmer auf. Irgendwie kommen die mir aber bekannt vor. Konnte sie aber nicht gleich einordnen. Die Wartezeit zog sich leider etwas hin. Bei mir saß eine ältere Frau, die den Termin direkt vor mir hat. Es war aber gleich mein Termin dran. Na toll! Kurz nach 12:00 kam ein älterer Mann und rief nach Herrn Pietzsch. Verdammt!!! Als er sah, dass ich mich erhob, korrigierte er sich und rief Frau Pietzsch auf. Aber gesagt ist gesagt. Gemeinsam gingen wir zum Untersuchungszimmer.

Wie sich raus stellte, war es Dr. Liedl persönlich. Nach einer kurzen Einführung bat er mich, mich unten rum freizumachen und auf die Liege zu legen. Wie ich da entblößt vor ihm liege, sieht er die Überreste von meinen 114 kg, sprich „Schwangerschaftsstreifen“. Da fragt er doch allen Ernstes ob ich mal schwanger war. Da bin ich erst mal etwas perplex. Erstens, er sieht das Ding, was er mir entfernen soll. Zum Zweiten, wenn ich schwanger werden könnte, wird ja leider nie passieren, bräuchte ich ja keine GaOP Mann zu Frau. Wie ich ihm vor 2 Minuten sagte. Danach erklärte er mir am „Lebenden Objekt“ wie die OP stattfinden wird. Nach näheren Details Frage ich nicht, die hatte ich ja noch von gestern. Er nimmt noch einen nasalen und rektalen Abstrich, um die auf möglich Resistenzen für Antibiotika untersuchen zu können.

Danach geht es zur Blutabnahme. Das geht recht schnell und vor allem schmerzfrei vonstatten. Danach werde ich für weitere Papiere in ein anderes Wartezimmer gebracht. Nun heißt es weiter warten. Nach einiger Zeit werde ich von einer der Damen von vorhin angesprochen. Sie habe mich wiedererkannt, wussten aber auch nicht woher. Recht schnell fanden wir heraus, dass wir in derselben Facebook-Gruppe sind. Ihre Namen sind Simona und Silke. Die nächsten Minuten unterhalten wir uns noch angeregt über unser hier sein. Silke war mit ihrer Frau da, welche sie auf dem Weg begleitet und unterstützt hat. Das passiert leider viel zu selten. Irgendwann gehen die 3 wieder da sie die letzten Dokumente erhalten haben. Durch einen Blick konnte ich einer Mitarbeiterin klarmachen, dass ich auch noch warte. Ich wurde tatsächlich vergessen. Das konnte aber glücklicherweise schnell geklärt werden und ich habe meine restlichen Papiere bekommen.

Damit waren alle Termine in München für diese Woche erledigt. Ich habe meine Freundin endlich mal persönlich getroffen. Und neue Menschen kennengelernt. Alles in allem verlief es bisher sehr gut.

Termin 3 – Dr. Morath, Praxisklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie – 11:00

Anreise in Dachau

Ursprünglich hatte ich geplant am Montag, den 29.1.2018 früh nach München zu fahren und am Nachmittag wieder zurück. Nachdem ich aber nun die Strecke Halle-München mal gefahren bin, dachte ich mir so – ne, diesen Unsinn mach ich nicht. Also hatte ich beschlossen, doch schon am Sonntag den 28.1.2018 anzureisen und wieder in der Pension zu übernachten. Wird dadurch teurer, aber immer noch besser, als wenn es mich wegen Übermüdung oder Erschöpfung um einen Baum wickelt. Und so habe ich auch die Möglichkeit meiner Freundin etwas Gutes zu tun und etwas mehr Zeit als nur diesen improvisierten Abend zu verbringen. Deshalb bin ich am Sonntag 9:00 gestartet und war gegen 13:00 an der Pension.

Dort hatte man meine Reservierung verwechselt, Samstag auf Sonntag, anstelle von Sonntag auf Montag. Glücklicherweise war noch ein Zimmer frei, sodass ich doch übernachten konnte. Meine Freundin Susi hatte mir empfohlen, nicht mit dem Auto zu dem Termin zu fahren. Die Klinik liegt direkt neben dem Hauptbahnhof von München. Parkplätze sind da echt rar. Deshalb zeigte sie mir, wie ich zum Bahnhof von Dachau komme und welche Bahn ich nehmen muss. Und ich habe mir gleich eine Tageskarte für Montag gekauft. 8,60 € für den Großraum München und der Gewissheit überall hin zu kommen, ohne sich um Parkplatz oder Verkehr sorgen zu müssen, gar nicht mal so schlecht.

Da ich für den Sonntag ja extra Zeit eingeplant hatte, habe ich meine Kamera mitgenommen und Susi hat mir ein bisschen Dachau gezeigt. Das hat tatsächlich mehr zu bieten als nur die KZ-Gedenkstelle. Die ich nicht besucht hatte. Wir liefen ein bisschen durch die Stadt und auch hoch zum Schloss Dachau. Dort gab es eine herrliche Aussicht über die Stadt. Man konnte von dort oben bis nach München reinschauen. Und obwohl es etwas diesig war, konnten wir auch die Alpen sehen. Ins Schloss selber konnten wir leider nicht, dafür in den Schlossgarten. Leider ist es Januar und somit noch alles etwas karg und trist. Im Sommer, wenn es überall grün ist und blüht, mit Sicherheit sehr schön.

Danach sind wir zu ihr gelaufen. Unterwegs jammerte sie etwas von wegen Muskelkater in den Beinen. Ich bin es ja gewohnt, viel zu laufen. So hatte ich auch mal die Möglichkeit ihre Frau kennenzulernen. Am anfangt war sie etwas zurückhaltend. Aber im Laufe des Abends konnte ich sie durch meinen Charme etwas auftauen. Susi hatte extra für mich gebacken und gekocht. Als Chefköchin ist das natürlich ein Leichtes für sie. Dennoch habe ich gemerkt, wie sehr sie sich gefreut hat, dass wir uns wiedersehen. Und ich mich natürlich auch. Ich muss gestehen, dass ich so was absolut nicht gewohnt bin, dass sich jemand so freut, mich zu sehen. Nach wie vor. Von früher hatte ich eher den Eindruck, dass ich toleriert wurde. Aber mittlerweile kenne ich einige Personen, die sich wirklich richtig freuen, wenn wir uns sehen oder auch nur schreiben. Michelle noch nicht mal eingeschlossen.

Der Termin bei Dr. Morath

Am Montag war es Zeit für das letzte Beratungsgespräch für die GaOP. Ich checkte aus meiner Pension aus und machte mich auf den Weg zum Bahnhof. Ohne Probleme finde ich meinen Bahnsteig. Auch die Bahn wartet schon auf mich. Perfektes Timing. Nach etwa 35 Minuten erreiche ich den Münchner Bahnhof. Natürlich muss ich mich etwas orientieren. Aber den Ausgang zu finden ist recht einfach. Da ich keinerlei Orientierungssinn besitze, greife ich auf das Navi von meinem Handy zurück. Der Eingang ist etwas versteckt. Im Vorzimmer sieht man aber gleich, dass diese Klinik auf einem anderen, preislichen, Niveaus arbeitet. Das Ambiente war Hochpreisiger und hatte nicht das Krankenhaus oder den Praxis Charme wie bei den beiden anderen. Wäre ich hier Frau Merkel über den Weg gelaufen, hätte mich das nicht mal überrascht.

Natürlich war ich viel zu früh da. Dennoch musste ich warten, bis mein Termin ran war. Und noch mal 20 Minuten länger. Arztaufschlag. Das Gespräch mit Frau Morath empfand ich als sehr angenehm. Sie ist eine sehr nette und menschliche Person. Bogenhausen machte mehr den Eindruck einer Verkaufsshow. Und Dr. Liedl wirkte eher wie ein zerstreuter Professor. Fachliche Kompetenz war bei aber bei allen spürbar. Schaff und Morath machen einiges anders als die anderen Kliniken. Was letztlich besser ist, ist für mich als Laie nur schwer zu erfassen. Ich denke, deshalb wurden mir auch hier Bilder gezeigt. Sie war übrigens die Einzige die mich fragte, ob ich sie sehen will. Manche vertragen ja OP Bilder nicht. Und hier muss ich gestehen war ich durchaus beeindruckt. Die Qualität der Arbeit war auf einem anderen Level. Bei dem einen oder anderen Bild hätte ich nie vermutet, dass es eine Neovagina ist. Aber das hatte ich ja schon von meiner Freundin aus Leipzig gehört. Natürlich informierte sie mich auch über die, wie sie sagte, Pferdefüße. 3000 € Selbstbeteiligung und man bekommt pro forma erst einen Termin, der in 4 Jahren ist. Das Geld ist weniger das Problem. Bei den 4 Jahren habe ich aber schlucken müssen. Allerdings habe ich gehört, dass es in der Regel auch nur 6-9 Monate sind. Zum Abschluss wurde noch das „zu bearbeitende Gebiet“ begutachtet. Ob genug Haut vorhanden ist und ob Haut von wo anders mit transplantiert werden muss. Die angekündigten 60 € für die Untersuchung musste ich nicht bezahlen. Es fand in dem Sinne ja auch keine Untersuchung statt.

 

Besuchszeit

Der offizielle Teil des Tages war erledigt. Zeit eine Bekannte zu besuchen. Sie wurde am 22.1.2018 in Bogenhausen operiert und ich hatte ihr versprochen, sie zu besuchen. Eventuell kennen einige von Euch sie. Christin Löhner führt auch einen Blog. Mit der U4 fuhr ich also von Hauptbahnhof nach Bogenhausen, wo sie lag. Mit ihr unterhielt ich mich etwas und lernte sie etwas näher kennen. Abseits von ihrem Blog und auch Videos. Sehr sympathisch und ich denke wir verstanden uns recht gut. Wir haben auch eine Menge gemeinsam. Wobei ich behaupten möchte, dass ich sie besser kenne als sie mich. Auf der Terrasse des Krankenhauses machten wir es uns etwas bequem und quatschten etwas. Zum Abschluss bat sie mich, in Ihr Poesiealbum zu schreiben. Und natürlich machte ich noch ein Bild von uns 2. Und auch einige Außenaufnahmen. Und damit war der Tag eigentlich schon rum. Ich fuhr zurück nach Dachau zur Pension, wo noch mein Auto stand. Für einen Montag war erstaunlich wenig los auf der Autobahn und ich bin schnell wieder in Halle angekommen.

Fazit

Alle 3 Termine waren sehr interessant und aufschlussreich. Ob wirklich alle 3 Termine wirklich notwendig waren, darüber kann man sich in ein paar Jahren streiten. Ja, es war ein Teures und Zeitintensives unterfangen. Aber ich bin sicher, wenn ihr meine Freundin Susi fragt, wird sie Euch sagen, dass es sich gelohnt hat, dass ich runtergefahren bin. Ich bereue es auf keine Weise. Die nächsten Tage werde ich mir überlegen, welche Klinik ich wähle. Dazu werde ich natürlich auch mit Michelle reden, ihre Meinung ist mir wichtig. Und dann geht es weiter, die geforderten Unterlagen für die Krankenkasse und die Kliniken zusammenzutragen. Aber das wird mit Sicherheit etwas für die zukünftigen Teile in dieser Serie.

Liebe Grüße

Sandra Pietzsch

1 response to "Der Weg zur GaOP – Teil 1 – Beratungsgespräche"

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: